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Gemeinsame Erklärung der Atommüll-Endlager-Standorte |
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An zwei Orten in Deutschland wurde in den letzten Jahrzehnten Atommüll in tiefe geologische Formationen verbracht, um sie dort für alle Zeiten „wartungsfrei“ und nicht rückholbar zu lagern. Das „Endlager für radioaktive Abfälle in Morsleben (ERAM)“ in Sachsen-Anhalt und die ASSE II bei Remlingen (Kreis Wolfenbüttel). Die Erfahrungen mit diesen Endlagern sind dramatisch.
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Im Dorf Morsleben im früheren Grenzgebiet zwischen DDR und BRD bei Helmstedt befindet sich das zentrale Endlager für radioaktiven Atommüll der ehemaligen DDR. Die Atomanlage wurde 1990 von der Bundesregierung übernommen. Den größten Teil des radioaktiven Inventars stellen inzwischen Abfälle aus bundesdeutschen Atomkraftwerken dar.
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Im Höhenzug Asse, nahe der Ortschaft Remlingen im Landkreis
Wolfenbüttel liegt das „Forschungs“-Bergwerk Asse II, in dem in den
´60er und ´70er Jahren Atommüll eingelagert wurde - vorgeblich nur
zu Versuchszwecken.
Aber, diese Versuche sind zu Ende und der Müll noch immer in der
Grube. Seit 20 Jahren dringt Lauge in das angeblich so „standsichere
und trockene Lager“. Nun soll das Bergwerk geflutet werden - mit
dem gesamten eingelagerten Atommüll.
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Beim niedersächsischen
Elbedorf Gorleben befinden sich im Landkreis Lüchow Dannenberg (Wendland) zwei
oberirdische Zwischenlager für radioaktiven Müll, eine Konditionierungsanlage
und ein Erkundungsbergwerk für ein Endlager. Gorleben wurde am 22.2. 1977 als
Standort für ein „Nukleares Entsorgungszentrum“ benannt. Der Bau einer
Wiederaufarbeitungsanlage konnte durch den fantasievollen Anti-Atom-Widerstand
im Wendland verhindert werden. Seit 1983 wird schwach-mittelradioaktiver Müll
und seit 1996 hochradioaktiver Müll in sogenannten Castor-Behältern in den
Zwischenlagern abgestellt.
Das Erkundungsbergwerk
befindet sich in einem Salzstock, der sich unter der Elbe hindurch bis ins
Bundesland Brandenburg erstreckt.
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Schacht KONRAD ist ein stillgelegtes Erzbergwerk mitten im
industriellen Herzen der Stahl-Stadt Salzgitter. Von 2013-2080 sollen
hier 303.000 m³ fester oder verfestigter radioaktiver Abfälle mit
„vernachlässigbarer Wärmeentwicklung“ ein und für 1.000.000 Jahre
sicher „end“gelagert werde. Dabei handelt es sich um plutonuimhaltige
Abfälle aus der Wiederaufarbeitung, Betriebsabfälle aus
Energiewirtschaft und Atomforschung. Abfälle aus der Medizin, die immer
wieder genannt werden, machen lediglich 2%. Immerhin dürfen verteilt
auf die 303.000 m³ Atommüll, die bis 2080 in Deutschland anfallen
sollen, auch 865 kg Plutonium enthalten sein.
In unmittelbarer Nähe von KONRAD befinden sich rund 20.000 Industriearbeitsplätze und hochwertige Landwirtschaftliche Flächen.
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